Insgesamt 3 Vorstellungsgespräche a 1 Stunde mit 4 Recruitern für eine Praktikumsstelle. Ziemlich überzogen in meinen Augen für ein Matratzen StartUp was sich auf dem umkämpften Matratzen Markt noch etablieren muss und vergleichsweise nicht gut zahlt (es existieren 120 Matratzen StartUps weltweit). EMMA ist darunter noch ein Abklatsch/Nachmacher des amerikanischen Konkurrenten CASPER (siehe CI, Auftreten, Werbung).
Ich wurde meistens nur nach negativen Erfahrungen meiner letzten Praktikumsstelle gefragt und welche Projekte ich betreut habe (mit 22) und wo genau ich Erfolge erzielt habe und mitgemischt habe bei meinem Praktikum (wie ich diese Erfolge gemessen habe, anhand welcher KPIs, sehr detailliert gefragt worum es sich genau bei den Projekten handelte).
Kein einziges Mal wurde nach meinem Wissen zum Unternehmen, Matratzenmarkt oder Wettbewerbsanalyse gefragt (ich habe mich mit dem Thema EMMA, CASPER und DNVBs intensiv durch mein letztes Praktikum und Bachelorarbeit beschäftigt, dies wusste EMMA schon bei meiner Bewerbung. Keine einzige Frage dazu, anhand dessen müsste schon auffallen, dass ich für diese Stelle bestens geeignet wäre.
Ich bewarb mich um eine Praktikanten Stelle im Marketing, hier wäre es angebrachter gewesen meine kreativen Fähigkeiten zu testen oder wie ich eine Marketing Kampagne für EMMA gestalten/aufbauen würde, oder wie zukünftige EMMA Produkte (außer Matratzen) aussehen könnten.
Stattdessen wurden meistens meine negativen Erfahrungen ausgefragt, meine mathematischen Fähigkeiten, analytisches Denken und Kopfrechnen abgefragt. Mehr als detailliert bei allen Aussagen nachgehakt (z.B. worum ging es genau bei ihrem Projekt, wie haben Sie diese Situation gehandelt, wie sind sie damit umgegangen wenn ihr Chef ihre Idee nicht toll fand, haben sie schonmal Erfahrungen gehabt in denen sie unfähr behandelt worden sind? Wie sind sie damit umgegangen?
Nach meiner Absage habe ich auch nach mehrmaligem Nachfragen kein Feedback erhalten, was für uns Hochschulabsolventen sehr wichtig ist für weitere Gespräche. Nach einem so langen Auswahlverfahren wäre dies meines Erachtens das Mindeste was man machen könnte.
Anhand meiner Qualifikationen, Motivation und Begeisterung für die Stelle sowie die Mühe und Zeit die in die Bewerbung investiert wurde wäre der Grund für die Absage das Minimum gewesen.
Im Großen und Ganzen meiner Meinung nach die komplett falschen Fragen gestellt um den Fit fürs Unternehmen festzustellen.